05.03.2021

Vorstand und Ausschüsse bereiten den Neustart vor

Autor / Quelle: Jörg Bressem

Fortsetzung der Saison in Vorbereitung

Zwischen Inzidenzen, Lockerungen und totaler Testverwirrung kann man derzeit schnell den Überblick verlieren. Was geht, was geht nicht? Im Niedersächsischen Amateurfußball zeichnet sich jetzt zumindest grob ab, wie es weitergehen könnte und wie die angebrochene Saison zu einem vernünftigen Ende geführt wird. Am Mittwoch tauschte sich der NFV-Vorstand in großer virtueller Runde mit seinen Fußballkreisen aus. Mit dabei waren auch der Schaumburger NFV-Vizepräsident Hans-Heinrich Hahne und Reinhard Stemme, der frisch gewählte neue Vorsitzende des Fußballkreises. Klar ist jetzt auf jeden Fall: Einen Saisonabbruch wie in Hamburg wird es in Niedersachsen nicht geben. “Unser Ziel war und ist, die Saison in allen Altersklassen sportlich zu beenden“, machte NFV-Präsident Günter Diestelrath deutlich. Sein Verband werde sich auch weiterhin daran orientieren, was politisch möglich gemacht werde. Doch was bedeuten die Lockerungsbeschlüsse der Ministerpräsidenten konkret für die Schaumburger Vereine? Besonders erfreulich ist, dass Kinder unter 14 Jahren ab Montag wieder draußen gemeinsam Fußball spielen dürfen. Die Gruppen dürfen nicht mehr als 20 Personen groß sein. Außerdem muss der Inzidenzwert unter 100 liegen, und das liegt er in Schaumburg sogar deutlich. Die Erwachsenen müssen sich bis zum 22. März gedulden. Dann dürfen sie wieder Fußball spielen, sofern sie zuvor einen Schnelltest oder Selbsttest vorgenommen haben. Ohne diese Prüfung kann ab dem 5. April wieder gespielt werden. Auch hier gilt eine Inzidenzobergrenze von 100. Es zeichnet sich also ab, dass die Saison demnächst tatsächlich wieder beginnt. Die von einigen Kreisen geforderte „Planungssicherheit“ hielt Hannovers Bezirksvorsitzender August-Wilhelm Winsmann allerdings für unangebracht: „Wir fahren alle auf Sicht, mehr geht leider nicht.“ Auch der vereinzelt aufgekommene Wunsch nach einer Annullierung der Saison wurde am Donnerstagabend klar zurückgewiesen. Wenn es geht, werde Niedersachsen die Saison auf jeden Fall beenden, hieß es. Es solle Auf- und Absteiger geben, zur Not mit einer Saisonverlängerung bis zum Beginn der Sommerferien am 21 Juli. Für sie zeichnet sich bereits eine große Mehrheit ab und sie wird mit einem Beschluss vom NFV wohl schon in den nächsten Tagen ermöglicht. „Der Rahmen steht, wir werden das jetzt mit Leben füllen“, kündigte Stemme direkt nach der Sitzung an. Für den Schaumburger Re-Start sind viele Varianten denkbar, das macht die Sache kompliziert, zumal die Staffeln unterschiedlich groß sind und auch die absolvierten Spiele voneinander abweichen. Auf Bezirksebene wird zum Beispiel die Variante diskutiert, die Vorrunde komplett zu Ende zu spielen und die Auf- und Absteiger über Entscheidungsspiele zu ermitteln. Eine andere Möglichkeit sieht vor, die Vorrunde abzubrechen, über eine Quotientenregelung zu werten und direkt in die Auf- und Abstiegsrunden einzusteigen. „Egal was passiert, es wird nie allen gerecht“, hat der erfahrene Hans Hößler vom VfL Bückeburg längst erkannt. „Es wird auf jeden Fall nichts ohne die Vereine entschieden“, stellt Reinhard Stemme für den NFV-Kreis Schaumburg klar. Sein Spielausschussvorsitzender Frank Fahlbusch wird deshalb schon am 14. März sämtliche Vereine in der Videokonferenz zusammenrufen, um das Meinungsbild abzufragen. „Ich mache das in dieser Form zum ersten Mal“, sagt er. „Hoffentlich klappt alles“. Der Link zur virtuellen Versammlung gehe in diesen Tagen an die Vereine heraus. Fahlbusch selbst favorisiert für die Kreisliga und die erste Kreisklasse den Stopp der Vorrunde, eine Wertung über die Quotientenregelung und den direkten Einstieg in die Auf- und Abstiegsrunde. „Das würde uns ermöglichen, vielleicht schon zum geplanten Saisonschluss Ende Juni mit dem Programm fertig zu sein“, erklärt er. Er sei natürlich auch für andere Varianten offen, wisse aber, dass es keine für alle Mannschaften restlos befriedigende Lösung geben werde. Peter Krebs, der Vorsitzende des Jugendausschusses, bereitet ebenfalls die Wiederaufnahme des Spielbetriebs beim Schaumburger Nachwuchs vor. Er bespricht sich in der nächsten Woche mit seinen Staffelleitern und wird ebenfalls auf die Vereine zukommen. Bei der NFV-Aussprache am Donnerstag kam noch ein interessantes Detail zur Wechselfrist im Sommer zur Sprache. Die Spieler würden sich innerhalb einer Frist von sieben Tagen nach Ende der jeweiligen Saison abmelden können, erklärte NFV-Justitiar Steffen Heyerhorst.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 18.04.2021

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